Schnellere TV-Digitalisierung gefordert
Die im Privatsenderverband VPRT organisierten Pay-TV-Programme haben eine schnellere Digitalisierung der Fernsehsignale bis spätestens Ende 2011 gefordert.
Eine sofortige Abschaltung der analogen Satellitensignale werde von den Abokanälen unterstützt, da davon ein "positives Signal für die gesamte Digitalisierung" ausgehe, teilte die Organisation am Mittwoch auf der Branchenmesse AngaCable in Köln mit. Der Wert der digitalisierten Kabelhaushalte liege allerdings erst bei 31 Prozent, deshalb müsse hier schnell gehandelt werden. Wichtig sei gleichzeitig, dass die Haushalte mit "zukunftsfähigen und adressierbaren Endgeräten" ausgestattet würden, hieß es. Damit meint der VPRT eine Grundverschlüsselung und den Einsatz von Smartcards, um angeschlossenen Haushalten mehr Dienste wie Video-on-Demand zu verkaufen.
"Re-Analogisierung" schadet den Sendern
Eine "Re-Analogisierung" der digitalen Satellitensignale, um den Haushalten weiterhin und auf noch unabsehbar lange Frist das analoge Fernsehen anbieten zu können, sei keine zukunftstaugliche Strategie, betonte der VPRT in einer Stellungnahme. Der Verband bezeichnete das analoge Fernsehen als "Sackgasse". So gebe es für die meisten Fernsehsender in der analogen Welt kurz- bis mittelfristig keine wirtschaftlich tragfähige Zukunft. Da die analogen Kanäle im Kabel begrenzt seien, erreichten viele neue Programme einen Großteil der Zuschauer erst gar nicht. Selbst künftige Störungen durch Funkfrequenzen der Sicherheitsdienste befürchten die im VPRT verbundenen Bezahlsender.
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